BAU AuF kämpft entschlossen gegen den Weltkrieg!

Die Koordinierungskreis des LandessprecherInnenrats des Landesverbandes Bremen der Bundesarbeitsunion Antimilitarismus und Frieden (kurz: BAU AuF) in der LAKL/SKPF hat als Reaktion auf das kürzlich verfasste Papier des BAK AuF ein klassenkämpferisches Papier zur Friedensfrage verfasst. Da Band I der 1824-Seitigen Stellungnahme noch gedruckt werden muss, veröffentlichen wir an dieser Stelle einen kurzen Auszug des Textes:

Erklärung des KO-Kreises des LandessprecherInnenrates der Bundesarbeitsunion Antimilitarismus und Frieden Bremen

(BAU AuF)

Als Karl Liebknecht 1914 dem deutschen Kaiser und den Kriegskrediten in der ersten Abstimmung seine Stimme gab, war er nicht der einzige Abgeordnete, der dies im damaligen Reichstag tat. An das spätere Vergessen dieser ersten Abstimmung verschwendete Liebknecht hingegen zurecht keinen Gedanken. Warum auch?

Nun hat jede Einleitung ihre Grenzen. Wir gehen davon aus, dass ein Angriff der NATO auf den Iran und/oder Syrien einen Weltkrieg auslöst. Die Militaristen vom BAK AuF relativieren dies leider und reden kriegstreiberisch lediglich von einem „Flächenbrand“ – als wären Flächenbrände nichts schlimmes.

Die derzeitig zu erwartende Hexenjagd auf uns wegen unserer hier dargelegten Meinung hat Gründe. In einer Zeit der Mobilmachung für mögliche „Flächenbrände“ á la Anti-Hitler-Koalition (Dresden) wäre es unterstützenwert, dass Bundestagsabgeordnete der LINKEN sich öffentlich für den Frieden und eine friedliche Beilegung zweier internationaler Konflikte – und damit gegen die imperialistische und kriegsvorbereitende Interessenpolitik des BAK AuF und der anderen NATO-Sympathisanten – aussprechen. Wir nehmen das jüngst verabschiedete Parteiprogramm der LINKEN in diesem Punkt sehr ernst und setzen es wirklich praktisch um.

Das gemeinsame Sperrfeuer der sehr bürgerlichen Medien, des BAK AuF und einiger sozialdemokratischer LINKEN-Funktionäre wie Dieter Dehm, Ulla Jelpke, Sevim Dagdelen, Heike Hänsel, Annette Groth und Eva Bulling-Schröter gegen uns ist die konsequente Folge unterschiedlicher Interessen. Während wir eindrücklich vor einem neuen Weltkrieg und einem möglichen Vierten Weltkrieg nach dem Dritten Weltkrieg warnen, sprechen diese lediglich von einem normalen „Krieg“ und verharmlosen damit die Gefahr.

Wir kämpfen mit dem Rücken zur Wand gegen den Weltkrieg. Wer sich in der momentanen Situation nicht solidarisch mit uns zeigt und uns nicht vor Angriffen in Schutz nimmt, macht sich gemein mit den sehr bürgerlichen Medien und Dietmar Bartsch.

Weshalb tragen Abgeordnete aus der eigenen Partei eine Kampagne gegen „Krieg“ anstatt sich hinter ihre GenossInnen zu stellen und sich klar gegen den Weltkrieg zu positionieren?

In der LINKEN darf man den Krieg ablehnen, in Teilen der Partei den Weltkrieg aber offensichtlich nicht. Wer sich als Koalitionär bewähren und im Lager der Grünen- und SPD-WählerInnen fischen will, kann sich dies auch nicht erlauben. Das Großreinemachen in den eigenen Reihen beginnt selbstverständlich mit denjenigen, die den Weg der Aufweichung linker Positionen nicht mitgehen wollen, so wie wir.

Dass ein möglicher Weltkrieg vorbereitet wird, haben wir und andere bereits vor Wochen detailliert dargelegt und es steht auch im Internet. Dass auch Israel sich daran beteiligt, haben die Mainstream-Medien mehrfach gemeldet. An beidem besteht kein Zweifel. Anders als wir steht der BAK AuF auch offen zu seiner „Rosa-Haltelinien“-Politik. Ihre Motive sind hinlänglich bekannt und können auf unserer Website nachgelesen werden. So beispielsweise die Entfernung des letzten ernstzunehmenden machtpolitischen Widersachers in der Partei DIE LINKE usw.

Die Leidtragenden von Weltkriegen sind erwiesenermaßen die Bevölkerungen und die Kampffähigkeit linker und progressiver Kräfte in den jeweilig verlierenden Staaten.

Für uns gibt es daher auch keine Gründe, der herrschenden Politik unserer Partei nur einen einzigen Millimeter weder moralisch noch politisch über den Weg zu trauen. Wir haben – auch aus der sehr linken – Geschichte gelernt. Krieg dem Weltkriege! Sozialdemokratische Pseudo-Antimilitaristen angreifen & plattmachen!

30. Januar 2012

Das Papier wird freundlicherweise in Auszügen von der einmal im Jahrhundert erscheinenden Jahrhundertszeitschrift „Alte Welt“ abgedruckt.


4 Antworten auf „BAU AuF kämpft entschlossen gegen den Weltkrieg!“


  1. 1 Weltkrieger 30. Januar 2012 um 21:48 Uhr

    Da der nächste Weltkrieg offensichtlich, sehr unvermeidbar ist, sollten wir uns Gedanken machen, wie wir wieder die Östereicher*innen als Bündnispartner*innen gewinnen können, damit wir auch den 3. und 4. Weltkrieg verlieren.

  2. 2 Peter Petereit 30. Januar 2012 um 23:29 Uhr

    Liebe Freunde (Genossen?), ich habe Euren Text mehhrmals gelesen. Das Begreifen fällt mir schwer. Richtig: Die „Hexenjagd“ hat längst begonnen. Friedrich und Dobrindt stellen selbst Hoover „selig“ in den Schatten…
    Den nächsten Krieg werdet ihr bei allem Enthusiasmus nicht verhinden. Der kommt, denn er bringt „Wachstum“…
    Es mag pervers klingen, aber eine Szene aus „Schindlers Liste“ wird mir nie aus dem Hirn weichen: „Krieg“ sei das Geheimnis seines gegenwärtigen wirtschaftlichen Erfolgs…“ erklärt Schindler mal so beim Cognac seiner Frau.
    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe (eine durchaus individuelle Einschätzung!) ist, auf demokratischem Wege auch den letzten Idioten irgenwie zu überzeugen. Sonst wird es wieder blutig und diskreditiert das neue System, bevor es überhaupt begonnen hat, zu atmen.
    Dessen solltet Ihr Euch bewußt sein, bevor ihr weiter sympathische Scheisse ins Netz stellt. Der „Staat“ wird schneller zuschlagen, als Ihr entsichern könnt. Im Übrigen wäre es ja auch nicht in „Rosas“ Sinn: „Die Freiheit ist immer auch…“ Wem sag ich das. Ich bin ein alter Knochen. Ich wünschte, wir könnten uns verstehen…
    Tatsächlich ist „Bildung“ sowas wie ein „Zauberwort“. Wendet Euch gegen „Unbildungg“, wie sie gang und häbe ist. Waffen bedarf es diesbezüglich nicht. Buchstaben können effektiver sein. Mich haben Eure nicht erreicht. Ich bin zornig. Aber kein potentieller Mörder.

  3. 3 Shalomis ihr siet im Arsch 31. Januar 2012 um 0:35 Uhr

    Und mal wieder kackt der Bak Shalom ab. Ihr solltet euch nur überlegen, ob ihr wirklich links seit, bei der Spalterei, die ihr hier verzapft..

  4. 4 Glitzerglück 31. Januar 2012 um 13:05 Uhr

    seid/seit/sied/seed? http://www.seidseit.de/

    im Arsch!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.