Wortgewaltig zur Revolution!

Während wir zur Zeit voller Bewegung den Klassenkampf organisieren und deshalb eigentlich keine Zeit haben, so einen Quatsch wie diese Website zu betreuen, haben die GenossInnen vom SDS (wir berichteten) einen Gesprächsleitfaden für ihren Kapitalismus vs. Demokratie Kongress erarbeitet. Mit diesem soll das immer so bierselig labernde dekadente Studentenpack bürgerlicher Herkunft endlich befähigt werden, die Sprache der ArbeiterInnen und der Revolution zu sprechen. Wir sagen: für die Intelligenzia immerhin der erste Schritt in richtung Bewaffnung! Deshalb dokumentieren wir den Leitfaden hier im Original:

Einige Regeln für ein gutes Gespräch

  • Denkt immer daran: Es handelt sich bei jedem Gespräch – auch bei solchen die potentielle GenossInnen aktivieren sollen – um eine interaktive Situation und ihr müsst euch auf die Situation einstellen. Labert die Leute nicht mit einer Unmenge an Argumenten oder Details zu, sondern hört euch wirklich an, was sie zu sagen haben und reagiert darauf
  • Versucht relativ ausgeglichene Gesprächsanteile zu schaffen
  • Auf Einwände sollte reagiert werden, jedoch nie negativ (verärgert, polemisierend etc.). Außerdem sollten keine Phrasen verwendet werden. Im Detail sollte kommuniziert werden, dass der Einwand verstanden wurde, danach sollte man versuchen den Einwand argumentativ aufzulösen. Am besten mit nur einem Argument, aber nie mit mehr als 3 Argumente
  • Gesprächseinstieg

  • Man sollte versuchen nach der Veranstaltung die Gespräche weiterzuführen mit Leuten, die man noch nicht kennt, die man aber in der Info-Veranstaltung gesehen hat, weil sie bspw. interessante Redebeiträge gebracht haben?
  • Beim Gesprächseinstieg sollte mensch fragen, wie sie oder er den Workshop fand bzw. in welchem Workshop er oder sie war
    Man kann auch fragen, warum jemand generell zum Kongress kommt oder ob und wo jemand bisher politisch aktiv ist
  • Danach kann man relativ bald auch fragen ob jemand bereits im SDS ist
  • Warum jetzt politisch aktiv werden?

  • Ist vor allem für sich frisch politisierende Menschen wichtig
  • Man sollte auf die europäische Krisensituation verweisen. Viele Leute sind in der Krise in ihrem Weltbild erschüttert und das ist eine Grundlage um Veränderungen zu bewirken
  • Die Krise ist eine Chance, aber es ist auch eine Chance für die Gegenseite, für eine reaktionäre Rückwärtsrolle. Austeritätpolitik, Demokratieabbau, ein zunehmend autoritäres, technokratisches und rassistisches Europa, dem durch verstärktes linkes Engagement begegnet werden muss. Jedem sollte klar sein, warum ein Konflikt zwischen Kapitalismus und Demokratie besteht
  • SDS-Thesen zum Kongress anschauen
  • Derzeitige Krisenpolitik hilft nur den Kapitalismus am laufen zu halten
  • Warum gerade im SDS aktiv sein?

  • Ist eher interessant für Menschen, die sich umorientieren, wo sie sich zukünftig organisieren sollen
  • Fünf Finger-Taktik des SDS, die eine schlagfertige Faust ergeben
    - Regionale Verankerung
    - Bundesweit handlungsfähig
    - Parteinah zur Linken
    - Antikapitalistisch
    - Bewegungsorientiert in der Praxis
    - Der SDS gibt es eine Möglichkeit über die linksradikale Szene hinauszuwirken und „Massen an Studierenden“ an de Uni zu erreichen
    - Der SDS baut eine Brücke zwischen parlamentarischen und außerparlamentarischen Kampf
  • Fragen und Einwände die kommen könnten und worauf man für die Gespräche vorbereitet sein sollte

    Warum sollte an der Uni aktiv werden?

  • Beinahe 40% eines Jahrgangs durchlaufen die Unis
  • Großteil der Studierenden wird später ArbeiterInnen sein
  • Darunter befinden sich auch wichtige Multiplikatoren
  • Ort wo Ideologie produziert
  • Universität gibt einen Raum Alternativen zu diskutieren und zu durchdenken
  • An der 68er Bewegung sieht man, dass Studierende auch gesamtgesellschaftliche Bewegungen anstoßen können
  • Was kann ich denn jetzt konkret machen wenn ich in den SDS gehe

  • Wir haben Folgeangebote
    Lokal in den HSGs
    Auf Bundesebene
    i. How to organize-Seminar im Januar; 1,5-2 Tage, wo die Frage „Wie organisiere ich eine SDS-Gruppe?“, im Mittelpunkt steht
    ii. Lesekreise in Kooperation mit dem Laika-Verlag
    1. Marx und Engels: Kommunistisches Manifest
    2. Lenin: Staat und Revolution
    3. Alexandra Kolontai: Bekenntnisse einer sexuell emanzipierten Kommunistin
    4. Rosa Luxemburg: Massenstreik…
    iii. Großprojekte: Blockupy, UmFairTeilen, Wahljahr
    iv. Critica und andere AGs (KriWi, Ökologie, Antifaschismus, Bak AuF, Hochschulpolitik)
  • Warum soll ich nicht an einer anderen Hochschulgruppe aktiv sein?

  • Politik an der Hochschule und nicht nur Hochschulpolitik; bewegungsorientiert
  • Was entgegnen beim Satz: „Aber man kann doch eh nichts erreichen!“

  • Auf positive Gegenbeispiele verweisen
  • Wenn man sich organisiert, dann kann man durchaus auch etwas erreichen
  • Man braucht Bewegungen, um etwas zu erreichen und man arbeitet beim SDS an diesen Bewegungen mit und wirkt dort hinein
  • Québec: Studiengebühren wurden durch Massenproteste verhindert
  • Dt. Bildungsstreik, mit dem es gelang Studiengebühren weitestgehend abzuschaffen
  • Wie damit umgehen, wenn man kritisch nach der Partei gefragt wird

  • Wir sind ein eigenständiger Verband, trotzdem können wir durch unsere Nähe zur LINKEN auf die Parlamente einwirken
  • Wir bekommen Ressourcen über die Partei und Ideen können in die Partei hineingetragen werden
  • Man sollte sich nicht nur rechtfertigen, weil das unglaubwürdig wirken kann, sondern auch etwas positives über die Linke sagen
  • Linke ist die einzige in Parlamenten vertretene antikapitalistische Kraft
  • Antworten der LINKEN in der Krise sind richtig, weil …
  • Sonstiges

  • Auf das Aktivierungscafé verweisen, wo die Leute noch mal mehr Informationen bekommen