Für den Ausschluss des SDS München und anderer Opportunisten!

Mit Entsetzen und großem Schreck musste wir erfahren, dass eine Splittergruppe von gutbürgerlichen Münchner-Schickeria-Kindern aus der vermutlich reaktionärsten Intelligenzia des Landes ohne jemals einen Hammer oder eine Sichel (abseits von Plakaten, versteht sich) gesehen zu haben, die weichgespülten Imperialisten-Opportunisten in der Linksfraktion schützt. In einem „offenen Brief“ stellen sich die Jungbonzen und Pseudorevolutionäre hinter diejenigen Mitglieder der Linksfraktion, die sich bei der Frage um eine militärische Beteiligung an einem bestalischen und imperialistischen Angriff des hochgerüsteten Westens auf syrische Chemiewaffen des Genossen Assad enthalten (!) haben. Einen Ausschluss fordert „dieLinke.SDS“ hingegen nur für Befürworter. Unser BundessprecherInnenrat hat dazu eiligst einen offenen Brief verfasst, der nun die ehrlich friedliebenden Arbeiterkinder aller Welt erreichen wird:

Offener Brief der LAKL/SKPF
zur besonderen Kenntnis an die weichgespülten Anpasser des SDS München und deren gutbürgerlichen Freunde und Rechtsanwälte

Am Mittwoch, dem 16. April 2014, haben fünf Mitglieder der antiproletarisch-dekadenten Gruppe „SDS München“ für einen offenen Brief gestimmt, in dem sie einer Enthaltung hinsichtlich der Frage von Leben und Tod, der Beteiligung am Türöffnergeschäft der Bundestagsfraktion und der Entwaffnung des Genossen Assad das Wort reden.

Die LAKL/SKPF verurteilt hingegen jede Form von pro-parlamentarischer Opposition scharf (150.000 Scoville), welche die agressive Politik des westlichen Imperialismus letztlich gewähren lässt. Wir erachten diesen Schritt nicht zuletzt als Versuch, sich bei der nächsten Wahl dem Wahlvolk erneut anzudienen und sich mit dem Parlament gemein zu machen.

Die Grundsätzliche Ablehnung von konstruktiver Beteiligung an jedweden Parlamentsschnickschnack ist fester Bestandteil sehr linker Identität und darf nicht durch Abstimmungsteilnahme, Diskussionsbeiträge und Ausschussarbeit sabotiert werden. Nicht umsonst betonen wir zu jeder Gelegenheit die Notwendigkeit des außerparlamentarischen Kampfes! Die Abkehr von dieser Überzeugung ist Teil einer Rechtsentwicklung, die Bereits mit dem Antritt zu den Wahlen zum pro-europäischen und pro-kapitalistischen EU-Parlament deutlich hervorgetreten ist.

Selbstverständlich sind wir folglich gegen diese yuppieske Studenteska – an deren Herstellung und Reproduktion vor allem deutsche Universitäten, häufig gesponsort von privaten Unternehmen, beteiligt sind. In der Resolution 1968 der Roten Schutzgarde der LAKL/SKPF heißt es nicht umsonst: „Das Revolutionsgehabe von bürgerlichen Studenten- und Intelligenzkindern darf nicht über deren reaktionäres Potenzial hinwegtäuschen. Sie streben amerikanische Abschlüsse, eine Karriere als Parlamentarier und nicht zuletzt eine Rolle als Agenten und Lobbyisten der Che-Guevara-Modefabrikanten an. Insbesondere der SDS als Speerspitze des Bürgertums in die Linke hinein muss daher zerschlagen werden.“

Der offene Brief des SDS entstammt ferner aus dem US-amerikanischen Internet und ist als eine vermutlich mit anderen Wahnsinnigen abgestimmte Erklärung zu werten. Selbst wenn dieser Text von ihren Muttis, Vatis, Rechtsanwälten und Uni-Dozenten legitimiert wäre, müssen linke Linke diesen Text ablehnen. Wir als sehr Linke wenden uns gegen jeden Opportunismus, Parlamentsanbiederei und studentische Trinkspielchen in Textform. Mit ihrem aktiven Verstoß gegen die Prinzipien wenden sich die Klassenfeinde, die den offenen Brief des SDS München verfasst haben, als auch diejenigen, die sich im Parlament enthalten haben als auch diejenigen, die sich sonst wie an der Abstimmung beteiligt haben, gegen eine wesentliche Säule des linken Linksseins. Wenn das ohne Konsequenzen bleibt, werden weitere zersetzende, langweilige und nicht zuletzt wahnsinnige Texte gelangweilter Studentenkinder das Internet so lange überfluten, bis es voll ist.

Wir fordern daher den Ausschluss und die Zerschlagung folgender Gruppen/Einrichtungen/Organisationen:

  • Mitglieder der Bundestagsfraktion, die mit Ja gestimmt haben (Zustimmung zu Krieg und Imperialismus)
  • Mitglieder der Bundestagsfraktion, die mit Enthaltung gestimmt haben (Zustimmung zu Krieg und Opportunismus)
  • Mitglieder der Bundestagsfraktion, die mit Nein gestimmt haben (Zustimmung zu Parlamentarismus)
  • SDS München (Zustimmung zu Parlamentarismus, Opportunismus, Überfüllung des Internets. Weiterhin: Klassenfeinde)
  • Mitarbeiter der Bundestagsfraktion (Zustimmung zu Parlamentarismus)
  • Mitarbeiter der Abgeordneten (Knechte, ggf. zustimmung zu Abgeordneten)
  • Universitäten, insbes. studentische Selbstverwaltung (Zustimmung zu bürgerlichen Klassenstandpunkten, Arbeiterfeinde)
  • Wir rufen die Völker der Welt an, uns bei dieser Zerschlagung zu Helfen! Wer nicht zerschlägt, ist Opportunist! Wer Opportunist ist, muss zerschlagen werden!